Berufsverband der kurzfristig Beschäftigten und Neuen Selbständigen in der Darstellenden Kunst und Musik in Österreich

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Vorsitzender)

ist internationaler Opern- und Konzertsänger und seit Jahren kulturpolitisch aktiv, zuerst in Österreich während der Coronapandemie ab April 2020. Hier setzte er sich mit der Initiative ‚Anwaltspetition für Freischaffende‘ für Kompensationszahlungen für freischaffende  Künstler*innen ein, mitverhandelte die Kompensationen an den Bundestheatern  und begann die Auseinandersetzung mit den Festivals (namentlich Mörbischer Seefestspiele und Salzburger Festspiele) bezüglich verweigerter Auszahlungen 2020 und Beschäftigungsmodellen im Chorbereich. Im November 2020 mitbegründete er die Initiative ‚Aufstehen für die Kunst‘ in Deutschland und setzte sich für die sichere Wiedereröffnung der Kultureinrichtungen und die Respektierung der Kunstfreiheit ein. Er hat mehrere Eilverfahren gegen die Kultur-Komplettschliessungen mitinitiiert, das Hauptsacheverfahren am Bayerischen Verfassungsgerichtshof wurde im August 2025 als mittlerweile unzulässig abgewiesen, nachdem man es zuvor 4 ½ Jahre lang wegen angeblicher „Arbeitsüberlastung“ aufgeschoben hatte. Das Urteil behauptete, daß die den Kulturschliessungen zugrundeliegenden Verordnungen schon so lange zurücklägen und daher keine Rechtswirkung mehr entfalteten. Zudem gäbe es kein „objektives Feststellungsinteresse“ mehr bezüglich der evt. Verfassungswidrigkeit, weder retrospektiv wegen möglicher Schadensersatzforderungen, noch für zukünftige Pandemien. Darum hat „Aufstehen für die Kunst“ eine Klage beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof eingebracht, um nunmehr auf europäischer Ebene zu klären, ob die Corona-Kulturschliessungen überhaupt mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar waren. Geklagt wird gegen den Freistaat Bayern wegen Kunstfreiheit, Berufsfreiheit, fairem Verfahren, Gleichbehandlung, sowie Schutz des Eigentums. Eine etwaige positive Entscheidung würde dann aber für alle 47 Signatarstaaten der EMRK gültig sein.

Für seine künstlerischen und kulturpolitischen Leistungen erhielt er 2021 den Titel Bayerischer Kammersänger und wurde 2022 mit dem französischen Orden Chevalier des Arts et des Lettres, sowie dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.“

Martin Thoma (stellvertretender Vorsitzender, Vorstand und Kassier)

ist seit Ende der 80er Jahre als freier Chorsänger bei fast allen großen Festivals Österreichs und Wiener Bühnen tätig.

Durch diese Tätigkeit war er immer wieder gezwungen sich für bessere Arbeitsverhältnisse freier Künstlerinnen und Künstler einzusetzen (wie z.B. Einhaltung der Probenpläne und der zugesagten Bezahlung), was ihn so manches Engagement gekostet hat.

Prof. Karl Michael Demmelbauer-Ebner (Vorstand)

Nach einer frühen musikalischen Ausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben studierte der gebürtige Oberösterreicher Oboe und Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, weiters Gesang bei KS Gertrude Grob-Brandl sowie Lied und Oratorium an der Bruckner Universität Linz.

Ebner ist seit 1999 Ensemblemitglied der Volksoper Wien und gastiert an den größten Opernhäuser der Welt.

Seit 1995 ist er künstlerischer Leiter des Musikfestivals Steyr, seit 1997 Gesamtleiter des Kurtheaters Bad Hall für Oper und Musical sowie seit 1990 Leiter des Vocalensembles USO. Im Jahr 2013 gründete Karl-Michael Ebner den Österreichischen Musiktheaterpreis, dessen Präsident und Direktor er ist.

Im Jahr 2002 erhielt er den Titel „Konsulent der Landesregierung Oberösterreich“, 2007 wurde ihm die Kulturmedaille der Stadt Steyr verliehen. 2013 erhielt er das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2014 die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich. 2022 Verleihung des Berufstitels „Professor“ durch die Bundesregierung.

Sitz des Berufsverbandes:

Herbststrasse 19/26 . 1160 Wien

Rechtsberatung:

Mag. Georg Streit (Verein, Musterklage Salzburger Festspiele)

Dr. Roland Katary (Musterklage Provisionsteilung Bundestheaterholding)

Dr. Christoph Neuhuber (Strafanzeigen gegen Direktorium der Salzburger Festspiele von 2020)